Vorwärts Cottbus
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Günter Mikosch

NameGünter Mikosch
PositionMittelfeld
Geburtstag * 21.10.1948 in Hohndorf
Zeit bei Vorwärts11/1968 - 06/1974
Anzahl Spiele123
Anzahl Tore4
Vereine vor VorwärtsBSG Motor Prettin (07/1955 - 06/1965), SC Cottbus (07/1965 - 01/1966), BSG Energie Cottbus (01/1966 - 11/1968)
Vereine nach VorwärtsASG Vorwärts Kamenz (07/1974 - 06/1975), BSG Energie Cottbus (07/1975 - 06/1978), BSG Lokomotive Cottbus (07/1978 - 06/1983), SG Briesen 1912 (07/1983 - 06/1985)

Saisonstatistik

Saison Wettbewerb Spiele Tore
1968/69DDR-Liga151
1969/70FDGB-Pokal20
1969/70DDR-Liga291
1970/71DDR-Liga251
1971/72DDR-Liga110
1972/73DDR-Liga211
1973/74DDR-Liga200

Biographie

Günter Mikosch wurde 1948 im sächsischen Hohndorf geboren. In seiner Jugendzeit spielte er für die BSG Motor Prettin, der er von 1955 bis 1965 angehörte. Anschließend schloss sich der gelernte Mittelfeldmann dem SC Cottbus an, für den er anfangs noch im Juniorenbereich kickte. Nachdem die Gründung der BSG Energie im Januar 1966 erfolgte, spielte er fortan für Energie weiter. Dabei war Mikosch bereits im Nachwuchsbereich erfolgreich - mit den Junioren wurde er 1966 und 1967 Meister der Bezirksliga Cottbus und gewann außerdem den Junge-Welt-Bezirkspokal. Zudem gelangte er mit den Nachwuchsfußballern von Energie bis ins Halbfinale um den Junge-Welt-Pokal 1967 und holte nach einem 2:1-Sieg gegen Motor Zwickau im Spiel um Platz 3 Bronze. Im Oktober 1966 bestritt Günter Mikosch zudem als Nachwuchsspieler der BSG zwei Länderspiele mit der DDR-Juniorennationalmannschaft, in denen er als Rechtsaußenstürmer eingesetzt wurde. 1967/68 konnte Mikosch dann auch im Männerbereich Fuß fassen und durfte erste Erfahrungen bei der zweiten Mannschaft von Energie erlangen. Kaum ein Jahr später nahm Cheftrainer Helmut Beulich das junge Offensivtalent dann sogar in die erste Mannschaft auf und setzte ihn im September 1968 im DDR-Liga-Vergleich mit Hansa Rostock (0:0) erstmals im Mittelfeld ein. Weitere sechs Spiele folgten - dann wurde Mikosch im November zum Wehrdienst eingezogen. Damit einhergehend erfolgte sein Wechsel zur Armeesportgemeinschaft Vorwärts Cottbus. Bei Vorwärts Cottbus gehörte Mikosch auch sofort zur ersten Elf und erspielte sich einen Stammplatz. Bei seinem Debüt für die Vorwärts-Elf schoss er auch gleich sein erstes Tor im Liga-Spielbetrieb, traf beim 4:0 über die BSG Motor Hennigsdorf. Schon im ersten Jahr waren es 15 Einsätze in der zweithöchsten Spielklasse und auch in den folgenden Spielzeiten gehörte das Talent immer zur ersten Wahl im Cottbuser Aufgebot. Bis 1974 konnten sich die Armeesportler zudem in der DDR-Liga halten, dann folgte der Abstieg in die Bezirksliga. Bis dato hatte Mikosch in 121 Ligaspielen für Vorwärts auf dem Rasen gestanden und vier Tore erzielt. Nach dem Abstieg und der damit erfolgten Umsiedlung der ASG von Cottbus nach Kamenz, blieb auch Mikosch noch ein Jahr am neuen Standort. Nach einer Saison Bezirksliga in Kamenz beendete Mikosch schließlich seinen Dienst in der Nationalen Volksarmee und schloss sich im Sommer 1975 wieder Energie Cottbus an. Dort spielte er für die 2. Mannschaft in der DDR-Liga und absolvierte alle Spiele in jener Saison. Die erste Mannschaft war zudem gerade in die DDR-Oberliga aufgestiegen und Rückkehrer Mikosch wurde auch dort als Einwechselspieler eingesetzt - erstmals am 12.Spieltag. Er überzeugte die Trainer Manfred Kupferschmied und Dieter Schulz durch seinen unermüdlichen Einsatz und erhielt dafür in der Folge fünf weitere Startelfeinsätze in der Oberliga. Die Saison endete allerdings für die BSG mit dem sofortigen Wiederabstieg. In der anschließenden DDR-Liga-Spielzeit 1976/77 gelang es Mikosch dann jedoch nicht, sich in die Stammelf zu spielen. Von den 22 Punktspielen bestritt er nur neun Partien, erzielte aber ein Tor. Ab 1977/78 wurde Mikosch dann sogar nur noch in der 2.Mannschaft in der Bezirksliga eingesetzt. Um doch noch einmal Spielpraxis zu erlangen wechselte er erneut innerhalb der Stadt den Verein. Diesmal führte ihn das Schicksal zu Lokomotive Cottbus, wo er ab 1978 in der Bezirksliga kickte. Nach vier Spielzeiten stieg die Lokomotive mit Mikosch in die DDR-Liga auf, wo er in der Saison 1982/83 noch einmal elf Punktspiele bestreiten sollte. Lok Cottbus konnte sich allerdings nur eine Saison in der DDR-Liga halten, und musste dann wieder in die Bezirksliga absteigen. Für den fast 35-jährigen Mikosch bedeutete das dann auch das Ende des Leistungssports. Von 1983 bis 1985 kickte er lediglich noch auf Amateurebene bei der SG Briesen weiter. Später arbeitete Günter Mikosch bis zur Rente als Sportlehrer in Cottbus. Auch heute noch wohnt Mikosch unweit des Sportzentrums und trifft sich nahezu wöchentlich mit seinen alten Fußballweggefährten zum Plausch über die Vergangenheit und Gegenwart.