Vorwärts Cottbus
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Mannschaft 1966/67 → Siegfried Franz

Siegfried Franz

NameSiegfried Franz
PositionTorwart
Geburtstag / Todestag * 24.07.1944 in Kunzendorf (Schlesien)
† 30.04.2019 in Dresden
Zeit bei Vorwärts11/1964 - 11/1967
Anzahl Spiele50
Anzahl Tore0
Vereine vor VorwärtsBSG Chemie Schwarzheide (07/1954 - 10/1964)
Vereine nach VorwärtsBSG Energie Cottbus (11/1967 - 06/1969), BSG Stahl Eisenhüttenstadt (07/1969 - 06/1972), BSG Energie Cottbus (07/1972 - 06/1975), BSG Empor HO Cottbus (07/1975 - 06/1981)

Als Trainer:
BSG Empor HO Cottbus (07/1975 - 06/1981, Spielertrainer), BSG Energie Cottbus II (10/1984 - 06/1988, Co-Trainer), BSG Energie Cottbus AK 15-18 (07/1988 - 06/1989, Torwarttrainer), FC Energie Cottbus Jugend (07/1990 - 12/2012, Trainer), FC Energie Cottbus Jugend (07/2006 - 12/2012, Torwarttrainer), SG Groß Gaglow (01/2013 - 06/2016, Torwarttrainer)

Saisonstatistik

Saison Wettbewerb Spiele Tore
1964/65DDR-Liga120
1965/66DDR-Liga220
1966/67DDR-Liga160

Biographie

Siegfried Franz wurde 1944 im schlesischen Kunzendorf geboren. Seine fußballerische Laufbahn begann 1954 bei der BSG Chemie Schwarzheide, für die er zehn Jahre lang in der Jugend spielte. Im November 1964 trat Franz seinen Wehrdienst an und spielte in der Folge drei Jahre beim Armeesportverein Vorwärts Cottbus. Für Vorwärts bestritt Franz 50 Pflichtspiele in der DDR-Liga. Im Dezember 1967 schloss er sich dann erstmals der BSG Energie Cottbus an. Dabei fand eine Art "Wachablösung" statt - der bisherige Stammtorhüter Jürgen Jeglitza ging zeitgleich zu Vorwärts Cottbus und Franz übernahm seinen Posten. Bei Energie durfte Franz auch prompt im FDGB-Pokal sein Können unter Beweis stellen. Bei der Zweitvertretung des 1. FC Magdeburg stand er im Dezember 1967 erstmals für Energie im Tor und konnte mit der Mannschaft einen 3:1-Sieg feiern. Franz bestritt dann auch die komplette Rückrunde für den Verein und konnte sich am Ende über Platz 2 in der DDR-Liga freuen. Auch im Jahr darauf war Franz unumstrittene Nummer eins und stand 27 mal für Energie zwischen den Pfosten. Im Sommer 1969 bot sich Franz auf Grund seiner starken Leistungen dann die Gelegenheit, zum frischgebackenen Oberligaaufsteiger Stahl Eisenhüttenstadt zu wechseln, die er selbstredend wahrnahm. Für Stahl durfte Franz jedoch nur zwei Spiele in der höchsten Spielklasse bestreiten, musste am Ende der Saison mit dem Außenseiter dann auch noch den Abstieg hinnehmen. Anschließend eröffnete die Rechtskommission des DDR-Fußballverbandes DFV ein Verfahren wegen zu hoher Zahlungen an Spieler und Trainer und Eisenhüttenstadt wurde als Wiederholungstäter in die Bezirksliga zwangsversetzt. Franz spielte noch zwei weitere Jahre bei Stahl und konnte 1971 die Rückkehr in die DDR-Liga feiern. 1972 kehrte er dann zu Energie Cottbus zurück. Inzwischen hieß sein Konkurrent im Tor Volker Ziegenhagen, der die Vielzahl der Spiele im Kasten für sich verbuchen konnte. Dennoch stand auch Franz wieder neun Mal in der Liga zwischen den Pfosten und gehörte vor allem in den acht folgenden Aufstiegsspielen zur ersten Elf, welche 1972 erstmals in der Vereinsgeschichte den Oberligaaufstieg feiern konnte. So kamen 1973/74 für Siegfried Franz als neue Nummer eins 21 Oberligaeinsätze für Cottbus zusammen. Nach dem sofortigen Wiederabstieg kamen für den inzwischen 30-jährigen Franz nur noch fünf DDR-Ligaspiele hinzu, Insgesamt konnte der Energie-Torhüter damit 94 Pflichtspieleinsätze für unseren Verein verbuchen. 1975 verließ Franz dann zum zweiten Mal den Verein und spielte bis zu seinem Karriereende 1981 als Spielertrainer für die BSG Empor HO Cottbus. Seine dort gesammelten Trainererfahrungen stellte Franz dann seinem alten Club Energie ab 1984 zur Verfügung und war vier Jahre lang als Co-Trainer der zweiten Mannschaft aktiv. Ab 1990 wurde Franz dann Jugendtrainer und später auch Torwarttrainer des Energie-Nachwuchses und war bis 2012 insgesamt 22 (!) Jahre für die sportliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Einsatz. Von Januar 2013 bis in den Sommer 2016 hinein wirkte Franz bei der SG Groß Gaglow als Torwarttrainer, ehe er dann auch seine erfolgreiche Karriere als Übungsleiter beendete. Am 30. April 2019 verstarb Siegfried Franz unerwartet im Alter von nur 74 Jahren. (Stand: Mai 2019)